Wasserball-Hobby-Turnier-2015

Hohenlimburg.
„Duschfreunde Zatopek“ gehen in der letzten Sekunde noch baden
18.08.2015 | 11:00 Uhr

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Nach der Siegerehrung stellten sich die bestplatzierten Teams zum Gruppenfoto auf.Foto: heinz-werner schroth
Hohenlimburg. Alle Teilnehmer waren sich einig – das Wasserball-Hobbyturnier des Hohenlimburger Schwimmvereins im Henkhauser Freibad war ein tolles, sehr friedliches und fröhliches Erlebnis.

Im Wasser flossen gesunde Mischungen aus Ehrgeiz und Spaß zusammen. Die Silberfischchen nahmen zum 26. Mal am Turnier teil, sicherten sich zum vierten Mal den Titel. Auf der anderen Seite die Bojen und die Bommels, die vorwiegend aus Oege und Holthausen kommen, die einfach nur ein lustiges Wochenende mit ein wenig Sport haben wollten.

Die Wetterprognosen für das Wochenende waren zunächst positiv. So verwandelte sich das Freibad in ein Zeltlager. Am Samstag lockte die Sonne auch viele Schaulustige ins Bad, am Sonntag jedoch goss es in Strömen. Aber das tat der guten Stimmung keinen Abbruch.

Kreativität ohne Grenzen
Kreativität, was Kostümierung und Auftritt außerhalb des Beckens betraf, waren keine Grenzen gesetzt. Das Team „Hangover“, überwiegend besetzt mit den Handball-Frauen der HSG Hohenlimburg, trat filmgerecht mit Hochzeitskleidpuppe und „Wickelkind“ auf. Trainiert wurde die Mannschaft von Daniela Eydt und Beate Bauer.

Jede Mannschaft hatte für dieses Turnier eigene T-Shirts mit ihrem Namen bedrucken lassen. Die Bommels und Bojen hätten hier einen ersten Platz für ihr wunderschönes in schwarz-rot-gold gehaltenes Shirt verdient.

Spontan griff übrigens die Handball-C-Jugend des Letmather TV ins Geschehen ein und unterstützte die schon stark ergrauten Herren des All Star Teams des HSV. Die C-Jugend hat sich in diesem Jahr als Jungjahrgang für die Oberliga qualifiziert – in dieser Altersklasse die höchste Liga. Als. Betreuer fungierte hier der 2. Vorsitzende des HSV, Michael Lazin.

Dass die Logistik stimmte war Ehrensache beim HSV – sie wurde von allen Seiten der Aktiven gelobt. Die Freunde um Michael und Lothar Funke besetzten an beiden Tagen jeweils die Außentheke, die zur totalen Entlastung und Entzerrung mit beitrug. Im Kiosk hatte Andrea-Peule Kampe wie auch Sandra Hellmann an beiden Tagen alles im Griff. Die Players-Party mit DJ Ecce war das „Sahnehäubchen“ des Turniers. Hier traf der Discjockey Egbert Wunderlich genau den Nerv aller Beteiligten, die ausgelassen feierten. Egbert Wunderlich zeichnete übrigens auch für die von allen Seiten gelobte Kreation der Urkunden verantwortlich.

Erstmals gab es auf dem Wasser eine so genannte „Wanderkugel“. Das lustige Event für den Nachwuchs bewältigten Michael Lazin und Alexander Schroth an beiden Tagen mit stoischer Ruhe, brachten Ordnung in den stürmischen Andrang vieler Kinder und Jugendliche, die in die rollende Kugel wollten. Eine sehr schöne Sache, die im kommenden Jahr auf jeden Fall wiederholt wird.

Jochen „Jockel“ Kemper kommentierte geschickt und locker das Geschehen im Wasser. HSV-Präsident Karsten Menzel fungierte mit viel trockenem und schlagfertigem Humor im Hintergrund und als Kommentator bei der Siegerehrung. Vor allen Dingen bedankte sich Menzel bei den Anwohnern, die sich „sehr fair und gelassen gegenüber dem ganzen Trubel und Treiben“ im Freibad gezeigt haben.

Als Überraschungsgast erschien am Samstag – als Privatperson, wie sie ausdrücklich betonte – Hohenlimburgs 2. Bezirksbürgermeisterin Karin Nigbur-Martini, die dem völlig verdutzten Karsten Menzel Geld für ein 30 Liter gelben Gerstensaft in die Hand drückte.

Tor mit dem Abpfiff
Wasserball wurde auch noch gespielt. Hier setzten sich die Silberfischen in einem dramatischen Finale gegen die Duschfreunde Zatopek durch. In der letzten Sekunde stand es 1:1, erst mit dem Abpfiff des hervorragend agierenden Schiedsrichters Thomas Sporkert gelang den „Silberfischchen“ der Siegtreffer zum 2:1 und somit zum vierten Sternchen auf dem T-Shirt.

Heinz-Werner Schroth

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